Wald als Therapeut

In unserer schnelllebigen Zeit hetzen wir nur noch von Termin zu Termin. Die Belastungen im Beruf und Alltag haben in den letzten Jahren enorm zu genommen. Jeder Zweite fühlt sich von Burnout bedroht. Die Digitalisierung schreitet immer schneller voran und mit ihr entfernt sich der Mensch immer mehr von der Natur. Im Wald aber findet er Ruhe und Entschleunigung. Waldbaden bringt den Menschen wieder zurück zu seinem wahren Sein. Es ist Balsam für Körper, Geist und Seele.

Der Wald hat viele positive Auswirkungen auf uns Menschen. Das Grün des Waldes wirkt beruhigend auf unsere Augen und unser Gemüt. Neben Naturkontakt und hoher Luftreinheit ist es die Stille und Ruhe im Wald die einen Erholungseffekt bewirkt. Die sauerstoffreiche und feuchte Waldluft entlastet Atemwege und Haut. Die Waldluft erhöht und aktiviert unsere natürlichen Killerzellen. Die Terpene, die vor allem die Nadelwälder abgeben stimulieren unsere Immun- und Killerzellen. Der Waldboden ist rückfedernd und entlastet somit die Gelenke. In einer Hand voll Waldboden ist mehr Leben, als es Menschen auf der Erde gibt. Der Bodengeruch hat durch die Mikroorganismen erwiesene Heilkraft. Die Mikroorganismen schwirren in der Waldluft, Mikroben, Pilzsporen und die negativ geladenen Ionen helfen uns Menschen das Immunsystem zu stärken.

Was sind Terpene?

Terpene zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie geben das Aroma, den Geschmack und die Farbe der Pflanzen. Sie wurden nach dem Baumharz Terpentin benannt. Es sind über 8.000 Terpene und über 30.000 der nahe verwandten Terpentine bekannt. Die Terpene sind Hauptbestandteil der in der Pflanze produzierten ätherischen Öle. Terpene sind zahlreich in der Pflanzenwelt enthalten - denken wir nur an den wunderbaren Duft von Kiefer- oder Zirbenwald, Lavendel, Rosmarin, Bergamotte.  Wie die Pflanzen reagiert auch der Mensch, wenn er mit Terpenen in Kontakt kommt, mit einer Aktivierung seines Immunsystems: Waldluft erhöht und aktiviert unsere natürlichen Killerzellen.

Forschungen ergaben:

  • bei einem Tag im Wald wird die Anzahl der Killerzellen um 40% gesteigert
  • bei zwei Tagen im Wald wird die Anzahl der Killerzellen um mehr als 50% gesteigert

Auswirkungen der Waldatmosphäre auf den Körper

Nervensystem: 

  • Sympathikus Aktivität nimmt ab
  • Parasympathikus Aktivität steigt (Ruhenerv!)
  • Blutdruck sinkt
  • Atmung wird vertieft
  • Blutzucker sinkt


Hormonsystem

  • Adrenalin sinkt
  • Noradrenalin sinkt
  • Cortisol sinkt
  • DHEA steigt an (Jungbrunnen-Hormon)


Immunsystem

  • NK Killerzellen vermehren sich und werden aktiver
  • Anti-Krebs-Proteine steigen

Wichtiger Hinweis:
Trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse geben Waldbaden Kursleiter kein Heilversprechen ab! Sondern arbeiten stets präventiv.


"Geh einfach ins Grün des Waldes und du wirst Heilung erfahren, allein indem du dort bist und atmest."

Hildegard von Bingen

„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“

Khalil Gibran


„Waldluft ist wie ein Heiltrunk zum Einatmen.“

Clemens Arvay